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Ratgeber · Google

SEO für Handwerker: So wird Ihr Betrieb bei Google in der Region gefunden

Von Jannis Bethke-Pittadakis · Stand · 9 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

SEO für Handwerker heißt vor allem: ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, eine Website mit einer eigenen Seite je Leistung und klar genanntem Einsatzgebiet sowie echte Bewertungen und Erwähnungen aus der Region. Google sortiert lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Ein besseres Ranking lässt sich laut Google nicht kaufen. Mit der kostenlosen Google Search Console sehen Sie, ob Ihre Seiten im Index sind und für welche Suchanfragen sie erscheinen.

Lokale Suche und organische Suche: zwei Ergebnislisten

Wenn Sie bei Google nach „Elektriker Bielefeld“ oder „Dachdecker in der Nähe“ suchen, sehen Sie meist mehrere Bereiche untereinander. Ganz oben stehen häufig Anzeigen, die als Werbung gekennzeichnet sind. Darunter folgt oft ein Kartenbereich mit einigen Betrieben aus der Umgebung. Erst danach erscheinen die normalen, unbezahlten Suchergebnisse mit Websites.

Für SEO für Handwerker ist diese Unterscheidung wichtig, denn die einzelnen Bereiche funktionieren unterschiedlich:

  • Lokale Suche (Kartenbereich und Google Maps): Hier erscheinen Unternehmensprofile. Grundlage ist Ihr Google-Unternehmensprofil, also der kostenlose Eintrag mit Adresse oder Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen.
  • Organische Suche: Damit sind die unbezahlten Suchergebnisse gemeint. Hier werden Websites angezeigt. Entscheidend sind deren Inhalte, Aufbau und technische Umsetzung.
  • Anzeigen: Hier bezahlen Sie für Klicks. Das ist kein SEO, sondern Werbung. Wie diese Form der Sichtbarkeit für einen Handwerksbetrieb funktioniert, erfahren Sie im Ratgeber Google Ads für Handwerker.

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung. Gemeint sind alle Maßnahmen, mit denen Sie Google dabei helfen, Ihre Seiten zu verstehen und bei passenden Suchanfragen anzuzeigen. Wenn Ihr Betrieb in einem Umkreis von 20 oder 30 Kilometern arbeitet, gehören Unternehmensprofil und Website zusammen. Das Profil hilft Ihnen, in der Karte sichtbar zu werden. Die Website liefert die Informationen, die Google und Ihre potenziellen Kunden für eine Entscheidung benötigen.

Eines sollten Sie vorab wissen: Google stellt selbst klar, dass „Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung.“ Für die normale Suche gilt dasselbe. Google nimmt nach eigener Aussage keine Zahlungen an, um eine Website häufiger zu crawlen oder im Ranking höher einzustufen. Wenn Sie Ihr Google-Ranking verbessern möchten, müssen Sie deshalb an Ihrem Unternehmensprofil und Ihrer Website ansetzen.

Wie Google lokal sortiert: Relevanz, Entfernung, Bekanntheit

Für lokale Suchergebnisse und damit für Ihr Google-Maps-Ranking nennt die Google-Hilfe drei entscheidende Faktoren. Sie erklären auch, warum ein Betrieb aus dem Nachbarort manchmal vor Ihrem Unternehmen erscheint.

Faktor Was Google darunter versteht Ihr Einfluss
Relevanz Wie gut ein Profil zur Suchanfrage passt Hoch: vollständige Angaben, passende Kategorie, klare Leistungsbeschreibung
Entfernung Wie weit der Betrieb vom Suchenden entfernt ist Keiner: entscheidend ist der Standort des Suchenden
Bekanntheit/Beliebtheit Wie bekannt ein Betrieb ist, unter anderem gemessen an der Anzahl der Websites, die auf Ihr Unternehmen verweisen, und an Rezensionen Mittel bis hoch: Bewertungen, Erwähnungen und Links aus der Region

Daraus ergibt sich eine einfache Konsequenz: Sucht jemand in der Nachbarstadt, werden häufig Betriebe aus dieser Stadt angezeigt. Daran können Sie nichts ändern, und ein seriöser Anbieter kann Ihnen auch keine andere Platzierung versprechen. Sie können jedoch dafür sorgen, dass Google versteht, welche Leistungen Sie anbieten und wo Sie tätig sind. Ebenso können Sie daran arbeiten, dass Ihr Betrieb in der Region erwähnt und bewertet wird.

Was auf Ihrer Website zählt

Google gibt in seinem SEO-Leitfaden für Einsteiger eine klare Richtung vor: Inhalte sollen für Menschen hilfreich und zuverlässig sein, nicht allein für Suchmaschinen entstehen. Für einen Handwerksbetrieb kommt es dabei vor allem auf fünf Punkte an.

Eine Seite je Leistung

Kunden suchen selten nur nach „Malerbetrieb“. Meist wissen sie bereits, welche Arbeit sie erledigen lassen möchten, und suchen beispielsweise nach „Fassade streichen“, „Wärmepumpe einbauen“ oder „Flachdach sanieren“. Eine Startseite, auf der zwölf Leistungen in einem einzigen Satz stehen, beantwortet keine dieser Anfragen ausreichend.

Legen Sie deshalb für jede Hauptleistung eine eigene Seite an. Beantworten Sie dort die Fragen, die Kunden vor einer Anfrage haben: Welche Arbeiten übernehmen Sie genau? Für welche Gebäude oder Situationen ist die Leistung geeignet? Wie läuft der Auftrag ab? Ergänzen Sie ein oder zwei Referenzfotos und zeigen Sie, wie Interessenten Sie erreichen können. Drei bis sechs aussagekräftige Leistungsseiten sind hilfreicher als zwanzig Seiten mit wenig Inhalt. Welche weiteren Seiten zu einer Handwerker-Website gehören, erfahren Sie im Ratgeber Website für Handwerker.

Den Ort natürlich im Text nennen

Google muss erkennen können, in welchem Gebiet Sie tätig sind. Nennen Sie Ihren Firmensitz und Ihr Einsatzgebiet deshalb an den Stellen, an denen diese Angaben für Leser relevant sind. Das kann im Einleitungssatz einer Leistungsseite sein, bei einer Referenz wie „Fassadenanstrich eines Zweifamilienhauses in Herford“ oder auf einer eigenen Seite zu Ihrem Einsatzgebiet mit den Orten, in denen Sie regelmäßig arbeiten.

Formulieren Sie dabei so, wie Sie auch mit einem Kunden sprechen würden. Wenn ein Ortsname in einem Satz viermal vorkommt, wirkt der Text schnell unnatürlich. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass die mehrfache Wiederholung derselben Wörter für Nutzer ermüdend sein kann.

Title und Description jeder Seite

Jede Seite hat einen Seitentitel (Title) und eine Kurzbeschreibung (Meta-Description). Besucher sehen beide Angaben nicht direkt auf Ihrer Website, aber häufig in den Suchergebnissen. Dort erscheint der Title oft als blaue Überschrift, die Description als Beschreibungstext darunter.

Laut Google sollte ein guter Titel einzigartig für die Seite, klar und prägnant sein und den Inhalt treffend beschreiben. Auch die Description sollte kurz sein, zur jeweiligen Seite passen und die wichtigsten Informationen enthalten. Für einen Handwerksbetrieb bietet es sich an, die Leistung, den Ort und den Firmennamen im Titel unterzubringen und in der Beschreibung einen konkreten Nutzen zu nennen. Das „keywords“-Meta-Tag müssen Sie nicht pflegen, denn Google verwendet es nach eigener Aussage nicht.

Schnell und gut bedienbar auf dem Handy

Google berücksichtigt bei der Indexierung und Bewertung Ihrer Website die mobile Version. Google formuliert es so: Google verwendet für die Indexierung und das Ranking die mobile Version des Website-Inhalts. Informationen, die auf dem Handy fehlen oder kaum lesbar sind, stehen Google damit nicht in gleicher Weise zur Verfügung.

Auch die Ladegeschwindigkeit spielt eine Rolle. Google misst sie unter anderem anhand der Core Web Vitals. Diese Kennzahlen erfassen Ladezeit, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität einer Seite. Google schreibt dazu: „Core Web Vitals werden von unseren Rankingsystemen genutzt.“ Gleichzeitig kann eine inhaltlich besonders relevante Seite auch bei mittelmäßigen Werten weit oben erscheinen. Prüfen Sie deshalb die Geschwindigkeit Ihrer Website, ohne sie zum alleinigen Schwerpunkt zu machen. Eine sichere Verbindung über HTTPS sollte ohnehin selbstverständlich sein.

Strukturierte Daten für lokale Unternehmen

Strukturierte Daten sind ein unsichtbarer Codeabschnitt, der Informationen zu Ihrem Betrieb in einer festgelegten Form bereitstellt. Dazu gehören beispielsweise Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Für lokale Unternehmen gibt es den Typ LocalBusiness. Google empfiehlt, einen möglichst spezifischen Untertyp zu verwenden. Für Handwerksbetriebe stehen bei schema.org unter anderem Electrician, Plumber, RoofingContractor, HousePainter und HVACBusiness zur Verfügung.

Als Pflichtangaben nennt Google lediglich name und address. Ob die Angaben korrekt eingebunden sind, können Sie mit dem Test für Rich-Suchergebnisse prüfen. Beachten Sie jedoch den ausdrücklichen Hinweis von Google: Google kann nicht garantieren, dass Funktionen auf Grundlage strukturierter Daten tatsächlich angezeigt werden. Strukturierte Daten erleichtern Google das Verständnis Ihrer Website, garantieren aber keine bessere Platzierung. Ältere Tipps, mit einer FAQ-Auszeichnung aufklappbare Fragen in die Suchergebnisse zu bringen, sind überholt: Laut Änderungsprotokoll von Google Search Central wird diese Darstellung seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr in der Google Suche angezeigt.

Das Google-Unternehmensprofil bildet die wichtigste Grundlage für die Kartensuche. Achten Sie darauf, dass Kategorie, Einzugsgebiet, Leistungen, Fotos und der Link zur passenden Seite Ihrer Website vollständig und aktuell sind. Google erklärt, dass Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Suchergebnissen erscheinen. Wie Sie Ihr Profil Schritt für Schritt einrichten, erfahren Sie im Ratgeber Google-Unternehmensprofil für Handwerker.

Bewertungen tragen zur Bekanntheit Ihres Betriebs bei. Laut Google kann sich das lokale Ranking verbessern, je mehr Rezensionen und positive Bewertungen ein Unternehmen erhält. Richten Sie dafür einen festen Ablauf ein, mit dem Sie nach jedem Auftrag um eine Bewertung bitten. Bieten Sie dafür keine Gegenleistung an und beschränken Sie die Anfrage nicht auf besonders zufriedene Kunden. Wie Sie dabei vorgehen können, lesen Sie im Ratgeber Mehr Google-Bewertungen als Handwerksbetrieb.

Links aus der Region sind Verweise von anderen Websites auf Ihre Website. Google findet Seiten nach eigener Aussage hauptsächlich über Links von anderen bereits gecrawlten Seiten. Außerdem zählt die Zahl der verweisenden Websites zu den Faktoren, die mit der Bekanntheit eines Betriebs zusammenhängen. Für Handwerksbetriebe bieten sich dafür einige naheliegende Quellen an:

  • Innung und Kreishandwerkerschaft: Viele Organisationen führen Mitgliederverzeichnisse, in denen Ihre Website verlinkt werden kann.
  • Handwerkskammer: Prüfen Sie, ob Ihr Eintrag in Betriebs- oder Ausbildungsbörsen vollständig ist und auf Ihre Website verweist.
  • Hersteller und Lieferanten: Nutzen Sie Fachbetriebs- oder Partnerverzeichnisse der Hersteller, deren Produkte Sie verbauen.
  • Vereine und lokale Initiativen: Unterstützen Sie einen Sportverein oder beteiligen Sie sich an einem Stadtteilfest, kann der Verein Ihren Betrieb auf seiner Website erwähnen.
  • Lokale Presse: Ein Bericht über Ihr Firmenjubiläum oder Ihre Ausbildungsarbeit kann ebenfalls zu einer Erwähnung mit Link führen.

Wichtig ist die Abgrenzung: Wenn Sie für einen Link bezahlen, beispielsweise als Sponsor oder für einen Werbeeintrag, sollte dieser laut Google als Werbung gekennzeichnet sein, technisch über rel="sponsored". Dafür ist die verlinkende Website zuständig. Gekaufte Links, die ausschließlich das Ranking verbessern sollen, gelten dagegen als Spam. Mehr dazu erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Übersichten mit KI: was sich ändert und was nicht

Bei vielen Suchanfragen zeigt Google inzwischen oben eine Übersicht mit KI. Dabei handelt es sich um eine automatisch erstellte Zusammenfassung mit Links zu Quellen. Daneben gibt es den KI-Modus. Viele Handwerksbetriebe fragen sich deshalb, ob sie ihre Website für diese Funktionen anders optimieren müssen.

Google beantwortet diese Frage in seiner Dokumentation eindeutig: Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen, um in diesen Funktionen aufzutauchen, und auch keine speziellen Optimierungsmaßnahmen. Voraussetzung ist, dass eine Seite indexiert und für die Anzeige in der Google Suche mit einem Snippet geeignet ist. Sie muss also grundsätzlich in der normalen Google-Suche erscheinen können. Zusätzliche Dateien oder besondere Auszeichnungen ausschließlich für KI sind laut Google nicht erforderlich.

Stattdessen verweist Google auf die bekannten Grundlagen: Inhalte sollten als Text verfügbar sein und nicht ausschließlich in Bildern stehen. Hinzu kommen eine sinnvolle interne Verlinkung, eine gut bedienbare Website und ein aktuelles Unternehmensprofil. Wenn Sie die Punkte aus diesem Artikel umsetzen, schaffen Sie damit auch eine gute Grundlage für KI-Suchen. Wie sich diese Maßnahmen konkret auswirken, lässt sich nur eingeschränkt messen. Klicks aus diesen Funktionen erfasst die Search Console unter dem Suchtyp „Web“, ohne sie separat auszuweisen.

Was Sie nicht tun sollten

Manche Empfehlungen zu SEO für Handwerker können Ihrem Betrieb mehr schaden als nutzen. Google beschreibt in seinen Spamrichtlinien, welche Praktiken zu einer schlechteren Platzierung oder zum Ausschluss aus den Suchergebnissen führen können. Für Handwerksbetriebe sind vor allem vier Punkte wichtig:

  • Stadtseiten-Kopien: Zwanzig nahezu identische Seiten wie „Maler Gütersloh“, „Maler Herford“ und „Maler Bünde“, bei denen nur der Ortsname wechselt. Google bezeichnet das als Missbrauch von Brückenseiten. Gemeint sind Seiten, die erstellt werden, um bei ähnlichen Suchanfragen aufzutauchen. Eine Ortsseite ist nur dann sinnvoll, wenn sie eigene, hilfreiche Inhalte bietet.
  • Keyword-Stuffing: Suchbegriffe oder Ortsnamen werden auffällig oft in Texte, Fußzeilen oder unsichtbare Bereiche eingebaut. Google führt diese Praxis in seinen Spamrichtlinien unter Überflüssige Keywords.
  • Gekaufte Links: Dazu gehören Pakete mit „100 Backlinks“ oder bezahlte Artikel auf fremden Websites, die ausschließlich das Ranking verbessern sollen. Google bezeichnet dies als Link-Spam und nennt ausdrücklich auch den Austausch von Geld gegen Links.
  • Massenhaft erzeugte Texte: Gemeint sind zahlreiche Seiten, die automatisch oder mit KI erstellt werden, um möglichst viele Suchbegriffe abzudecken. Google bezeichnet diese Praxis als Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten.

Seien Sie außerdem bei unaufgeforderten Angeboten vorsichtig. Google rät ausdrücklich zur Vorsicht bei Anbietern, die Rankings garantieren oder behaupten, besondere Beziehungen zu Google zu haben. Die Aussage von Google ist eindeutig: „Niemand kann Ihnen eine Platzierung bei Google an erster Stelle garantieren.“

Search Console einrichten: Schritt für Schritt

Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google. Sie zeigt, welche Ihrer Seiten im Google-Index stehen, bei welchen Suchanfragen sie erscheinen und ob technische Probleme vorliegen. Der Index ist das Verzeichnis der Seiten, die Google kennt. Ohne diese Informationen ist es schwierig, gezielt zu erkennen, wo Ihre Website bereits sichtbar ist und wo Sie nachbessern sollten.

  1. Öffnen Sie die Search Console unter search.google.com/search-console und melden Sie sich mit dem Google-Konto an, mit dem Sie auch Ihr Unternehmensprofil verwalten.
  2. Wählen Sie „Property hinzufügen“. Eine Property bezeichnet die Website, deren Daten Sie auswerten möchten.
  3. Wählen Sie den Typ „Domain“ und tragen Sie Ihre Domain ohne „www“ und ohne „https://“ ein, beispielsweise „malerbetrieb-muster.de“. Diese Variante umfasst alle Unterbereiche Ihrer Domain.
  4. Bestätigen Sie die Inhaberschaft per DNS-Eintrag. Die Search Console zeigt Ihnen einen Code, den Sie bei Ihrem Domainanbieter hinterlegen. Wenn Sie diese Aufgabe nicht selbst übernehmen möchten, kann sie die Person erledigen, die Ihre Website betreut. Anschließend klicken Sie auf „Bestätigen“.
  5. Reichen Sie Ihre Sitemap ein. Die Sitemap enthält eine Liste der Seiten Ihrer Website. Tragen Sie ihre Adresse im Sitemaps-Bericht ein. Google nutzt sie als Hinweis, sie verpflichtet Google aber nicht dazu, die aufgeführten Seiten abzurufen.
  6. Prüfen Sie neue oder geänderte Seiten mit dem URL-Prüftool und wählen Sie bei Bedarf „Indexierung beantragen“. Auch dieser Schritt garantiert laut Google nicht, dass die Seite in den Index aufgenommen wird.
  7. Sehen Sie nach einigen Wochen im Leistungsbericht nach. Dort finden Sie Suchanfragen, Klicks und die durchschnittliche Position Ihrer Website. Erste Daten stehen laut Google in der Regel nach einigen Tagen zur Verfügung.

Für die meisten Handwerksbetriebe genügt es, einmal im Monat einen Blick in die Search Console zu werfen. Prüfen Sie vor allem, ob Ihre Leistungsseiten indexiert sind und bei welchen Suchbegriffen sie erscheinen.

Wie lange es dauert und was realistisch ist

Google nennt keinen festen Zeitraum, nach dem SEO-Maßnahmen wirken. Im Leitfaden heißt es: Einige Änderungen werden möglicherweise innerhalb weniger Stunden wirksam, bei anderen kann es mehrere Monate dauern. Wer Ihnen eine feste Frist oder eine bestimmte Position zusagt, kann diese Zusage nicht verlässlich belegen.

In der Praxis können Anpassungen am Unternehmensprofil und neue Bewertungen schneller Wirkung zeigen als neu erstellte Website-Inhalte. Neue Leistungsseiten müssen zunächst von Google gefunden, eingeordnet und mit anderen Seiten verglichen werden. Auch Links aus der Region entstehen meist über einen längeren Zeitraum. SEO ist deshalb kein einmaliger Arbeitsschritt. Entscheidend ist, die Grundlagen sauber umzusetzen und anschließend regelmäßig zu pflegen.

Maßnahme Aufwand Wirkung
Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen Gering, einmalig ein bis zwei Stunden Hoch für die Kartensuche
Fester Ablauf für Bewertungen Gering, wenige Minuten je Auftrag Hoch, wirkt dauerhaft auf die Bekanntheit
Eine Seite je Hauptleistung Mittel, einmalig Hoch für passende Suchanfragen
Title und Description je Seite Gering Mittel, vor allem für die Darstellung im Suchergebnis
Search Console einrichten Gering, einmalig Indirekt: Sie sehen Probleme und Chancen
Strukturierte Daten LocalBusiness Gering für die betreuende Stelle Gering bis mittel, ohne Garantie auf Anzeige
Links aus Innung, Kammer, Lieferanten, Vereinen Mittel, über Monate Mittel, stärkt die Bekanntheit
Ladezeit und Handy-Ansicht verbessern Mittel Mittel, vor allem für Besucher

Die Einschätzungen in der Tabelle beruhen auf Erfahrungswerten und sind keine Angaben von Google.

Ein fiktives Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives Beispiel: Der Elektrobetrieb Falk aus einer Kreisstadt in Ostwestfalen beschäftigt sechs Mitarbeitende und hat eine Website mit Startseite, einer Seite „Leistungen“ und einer Kontaktseite. Unter „Leistungen“ stehen Elektroinstallation, Photovoltaik, Wallboxen, Smart Home und E-Check lediglich in einer Liste. In der Kartensuche erscheint der Betrieb fast nur dann, wenn jemand gezielt nach seinem Namen sucht.

Meister Falk geht in drei Schritten vor. Zunächst vervollständigt er sein Google-Profil mit der passenden Hauptkategorie, dem Einzugsgebiet samt umliegenden Gemeinden, den angebotenen Leistungen und zwanzig aktuellen Fotos. Anschließend lässt er drei eigene Leistungsseiten erstellen: für Photovoltaik, Wallboxen und Elektroinstallation im Altbau. Jede Seite enthält Informationen zum Ablauf, Referenzen aus der Region und einen eigenen Seitentitel. Anstelle von zwölf Ortsseiten erstellt er eine zentrale Seite zum Einsatzgebiet. Zum Schluss richtet er die Search Console ein und bittet die Innung, im Mitgliederverzeichnis auf seine Website zu verlinken.

Nach einigen Monaten zeigt der Leistungsbericht, dass die Seite zu Wallboxen bei Suchanfragen mit den Namen benachbarter Orte erscheint. Ob daraus tatsächlich Anfragen entstehen und wann das geschieht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Meister Falk kann jetzt jedoch nachvollziehen, bei welchen Suchanfragen sein Betrieb sichtbar wird, und gezielt Verbesserungen vornehmen.

Quellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Google ordnet lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf die Entfernung haben Sie keinen Einfluss, auf Relevanz und Bekanntheit dagegen schon.
  • Legen Sie für jede Hauptleistung eine eigene Seite an und nennen Sie Ihr Einsatzgebiet dort, wo es im Text sinnvoll ist.
  • Nahezu identische Seiten für zahlreiche Orte gelten bei Google als Missbrauch von Brückenseiten und verstoßen gegen die Spamrichtlinien.
  • Für Übersichten mit KI gelten laut Google keine zusätzlichen Anforderungen. Es gelten dieselben Grundlagen wie für die normale Suche.
  • Richten Sie die Google Search Console ein. Damit sehen Sie, ob Google Ihre Seiten kennt und bei welchen Suchanfragen sie erscheinen.

Häufige Fragen

Lohnt sich für jeden Ort im Einzugsgebiet eine eigene Unterseite?

Nein, nicht als Kopie, bei der lediglich der Ortsname ausgetauscht wird. Google bewertet zahlreiche nahezu identische Seiten, die auf ähnliche Suchanfragen ausgerichtet sind, als Missbrauch von Brückenseiten. Eine eigene Ortsseite ist nur sinnvoll, wenn sie tatsächlich eigenständige Inhalte bietet, beispielsweise Referenzen, einen Ansprechpartner oder einen Standort vor Ort. Andernfalls nennen Sie die Orte besser gesammelt auf einer Seite zu Ihrem Einsatzgebiet.

Kann mir eine Agentur einen Platz auf der ersten Seite bei Google garantieren?

Nein, eine seriöse Agentur kann Ihnen keine bestimmte Platzierung bei Google garantieren. Google weist ausdrücklich darauf hin, bei Anbietern vorsichtig zu sein, die Rankings versprechen, eine besondere Beziehung zu Google behaupten oder unaufgefordert Angebote per E-Mail verschicken. Fragen Sie stattdessen nach Referenzen, Erfahrung mit Ihrer Branche und einer realistischen Einschätzung der möglichen Ergebnisse und des dafür benötigten Zeitraums.

Verbessern Google-Anzeigen auch meine Platzierung in den normalen Suchergebnissen?

Nein, Google-Anzeigen verbessern nicht automatisch Ihre Platzierung in den normalen Suchergebnissen. Google nimmt nach eigener Aussage keine Zahlungen an, um Websites im Ranking höher einzustufen. Anzeigen werden als Werbung getrennt von den unbezahlten Ergebnissen angezeigt. Sie können kurzfristig zusätzliche Sichtbarkeit schaffen, ersetzen aber weder eine gepflegte Website noch ein aktuelles Unternehmensprofil.

Was ist der Unterschied zwischen dem Kartenbereich und den normalen Suchergebnissen?

Der Kartenbereich zeigt Unternehmensprofile aus der Umgebung, während die normalen Suchergebnisse darunter vor allem Websites aufführen. Für die Kartensuche sind insbesondere Ihr Google-Unternehmensprofil, Ihre Bewertungen und die Entfernung zum Suchenden relevant. Bei den normalen Ergebnissen kommt es vor allem auf Inhalt und Technik Ihrer Website an. Beide Bereiche hängen zusammen, denn Google berücksichtigt bei der Bekanntheit auch, wie viele Websites auf Ihren Betrieb verweisen.

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